Wenn du gerade eine Tiefenreinigung durchgeführt hast oder versehentlich saure Lebensmittel auf deiner Bratpfanne zubereitest hast, ist es ein guter Zeitpunkt, um die Bratpfanne mit einer neuen Einbrenn-Schicht zu versehen, um sie vor Rost zu schützen und sicherzustellen, dass ihre natürliche Antihaftbeschichtung gut ist. Folge den einfachen Schritten unten.
Warum muss Kohlenstoffstahl eingebrannt werden?
Wenn Kohlenstoffstahl nicht mit einer Ölschicht geschützt ist, wird er aufgrund seines hohen Eisengehalts anfällig für Feuchtigkeit und Rost. Durch das Einbrennen entsteht eine schützende Ölschicht, die die Oberfläche versiegelt und die „Poren" deiner Bratpfanne ausfüllt. So bildet sich nach und nach eine Patina, die der Oberfläche Antihaft-Eigenschaften verleiht und Rost verhindert. Deshalb ist es wichtig, deine Bratpfanne neu einzubrennen, wenn sie zum Beispiel mit Essig oder einem groben Schwamm bzw. Stahlwolle gereinigt wurde.
Achte darauf, deiner Bratpfanne eine neue Ölschicht und damit eine neue Einbrennschicht zu geben, wenn du stark säurehaltige Zutaten darin zubereitet hast.
Grill- bzw. Gasbrenner-Methode
Schritt 1: Reinige die Bratpfanne gründlich
Es ist wichtig, dass deine Bratpfanne vor dem Einbrennen völlig sauber und rostfrei ist. Reinige sie deshalb gründlich mit heißem Wasser und Seife sowie einem groben Schwamm, einer Bürste oder Stahlwolle. Mit einem Stück Küchenrolle kannst du anschließend prüfen, ob die Pfanne wirklich sauber ist.
Schritt 2: Trockne die Bratpfanne
Wenn die Bratpfanne sauber und gründlich mit einem Tuch abgetrocknet ist, müssen die letzten Wassermoleküle verdampfen. Erhitze die Pfanne dazu langsam 2–5 Minuten bei niedriger Hitze auf dem Herd, damit sich die Poren des Metalls öffnen.
Schritt 3: Trage eine dünne Ölschicht auf
Nimm die Pfanne vom Herd und trage mit einem Stück Küchenrolle eine sehr dünne Ölschicht auf der Innen- und Außenseite der gesamten Pfanne auf. Verwende dafür ein neutrales Öl wie Traubenkernöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Wir empfehlen Traubenkernöl, da es relativ günstig und geschmacksneutral ist und einen hohen Rauchpunkt von etwa 220 °C hat.
Wische die Pfanne anschließend mit einem neuen Stück Küchenrolle nach, damit wirklich nur eine hauch dünne Ölschicht zurückbleibt – die Pfanne sollte fast trocken aussehen.
Schritt 4: Erhitze die Bratpfanne auf dem Gasherd / Grill
Beginne damit, deine Bratpfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze auf dem Gasherd zu erwärmen – oder direkt auf dem Grill, falls du keinen Gasherd hast.
Im Notfall kannst du auch ein Induktionskochfeld verwenden. Hier hängt das Ergebnis allerdings stark von der Qualität des Kochfelds und der Größe der Kochzone ab. Außerdem besteht das Risiko, dass sich die Pfanne verzieht, wenn sie zu schnell oder ungleichmäßig erhitzt wird.
Sobald die Bratpfanne langsam bei niedriger Hitze aufgewärmt ist, drehst du auf mittlere bis hohe Hitze hoch und erhitzt sie etwa 5–10 Minuten weiter. Dabei kann es etwas rauchen – schalte daher die Dunstabzugshaube an, wenn du drinnen arbeitest. Sobald das Öl nicht mehr raucht, ist die Pfanne fertig eingebrannt.
Schritt 5: Lass die Bratpfanne abkühlen
Wenn die Bratpfanne eingebrannt ist, lass sie langsam auf dem Herd bzw. Grill abkühlen. Warte, bis sie vollständig ausgekühlt ist, bevor du sie wegräumst.
Deine Pfanne ist jetzt einsatzbereit – oder du wiederholst den Vorgang ein paar Mal, wenn du eine stärkere Einbrennschicht möchtest. Wenn du deiner Pfanne mehrere Einbrennschichten geben willst, solltest du sie zwischen den einzelnen Durchgängen nicht abspülen – trage einfach jeweils eine neue dünne Ölschicht auf.
Ofenmethode
Eine weitere Möglichkeit, deine Bratpfanne einzubrennen, ist die Ofenmethode.
Auch hier verwendest du am besten ein Öl wie Traubenkernöl und folgst den gleichen Schritten zur Reinigung deiner Bratpfanne.
Schritt 1: Reinige die Bratpfanne gründlich
Es ist wichtig, dass deine Bratpfanne vor dem Einbrennen völlig sauber und rostfrei ist. Reinige sie deshalb gründlich mit heißem Wasser und Seife sowie einem groben Schwamm, einer Bürste oder Stahlwolle. Mit einem Stück Küchenrolle kannst du anschließend prüfen, ob die Pfanne wirklich sauber ist.
Schritt 2: Trockne die Bratpfanne
Wenn die Bratpfanne sauber und gründlich mit einem Tuch abgetrocknet ist, müssen die letzten Wassermoleküle verdampfen. Erhitze die Pfanne dazu langsam 2–5 Minuten bei niedriger Hitze auf dem Herd, damit sich die Poren des Metalls öffnen.
Schritt 3: Trage eine dünne Ölschicht auf
Nimm die Pfanne vom Herd und trage mit einem Stück Küchenrolle eine sehr dünne Ölschicht auf der Innen- und Außenseite der gesamten Pfanne auf. Verwende dafür ein neutrales Öl wie Traubenkernöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Wir empfehlen Traubenkernöl, da es relativ günstig und geschmacksneutral ist und einen hohen Rauchpunkt von etwa 220 °C hat.
Wische die Pfanne anschließend mit einem neuen Stück Küchenrolle nach, damit wirklich nur eine hauchdünne Ölschicht zurückbleibt – die Pfanne sollte fast trocken aussehen.
Stelle die geölte Pfanne anschließend vorsichtig kopfüber auf das mittlere Rost im Ofen.
Schritt 4: Erhitze die Bratpfanne im Ofen
Heize deinen Ofen auf 230 °C vor. Die Ofentemperatur sollte etwas über dem Rauchpunkt deines Öls liegen – mit Traubenkernöl reichen 230 °C aus, bei einem Öl mit höherem Rauchpunkt sollte der Ofen entsprechend heißer sein.
Lass die Pfanne eine Stunde lang bei dieser Temperatur im Ofen.
Es kann zwischendurch etwas rauchen – das ist völlig in Ordnung und bedeutet lediglich, dass sich das Öl gerade einbrennt.
Schritt 5: Lass die Bratpfanne abkühlen
Schalte den Ofen nach einer Stunde aus und lass die Pfanne im Ofen, bis sie vollständig abgekühlt ist.
Deine Pfanne ist jetzt einsatzbereit – oder du wiederholst den Vorgang ein paar Mal, wenn du eine stärkere Einbrennschicht möchtest. Wenn du mehrere Einbrennschichten aufbauen willst, solltest du die Pfanne zwischen den einzelnen Durchgängen nicht abspülen – trage einfach jeweils eine neue dünne Ölschicht auf.